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Der nächste Schritt beim Oberhammerbohren

Sandvik Alpha 340 wurde mit der Wilhelm-Haglund-Medaille 2026 für ein Bohrsystem ausgezeichnet, das die Geradheit der Bohrlöcher, die Lebensdauer und die Bohrkosten im Untertagebau verbessert.

Im Untertagebau hängt die Effizienz oft von Bauteilen ab, deren Maße im Millimeterbereich liegen.

Für Sandvik ist eines dieser Teile die Gewindeverbindung in einem Gesteinsbohrsystem. Es ist zwar nicht die auffälligste Komponente im Bergbau, aber sie ist wiederholten Stößen ausgesetzt, überträgt Energie auf das Gestein und hat direkten Einfluss auf Lebensdauer, Bohrlochqualität und Kosten.

Das ist die technische Herausforderung hinter dem Sandvik Alpha 340, einem Gewindesystem, das für das Bohren von Löchern mit einem Durchmesser von 43 bis 45 Millimetern in Gestein optimiert ist. Das System ersetzt den Sandvik Alpha 330, ein bei großen Kunden im Untertagebau weit verbreitetes Produkt zum Bohren von Sprenglöchern, Ankerlöchern und für Ankeranwendungen.

Auf der Jahreshauptversammlung 2026 erhielt das Team hinter dem Sandvik Alpha 340 die Wilhelm-Haglund-Medaille als „Produktentwickler des Jahres“. Die Auszeichnung würdigt John Hammargren, leitender Ingenieur, Andreas Norman, leitender F&E-Experte, und Stefan Karlsson, Produktionsingenieur, für die Entwicklung eines Systems, das neue Maßstäbe im Top-Hammer-Bohren gesetzt hat.

Die Auszeichnung hebt eine Produktentwicklung hervor, die in direktem Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeit für den Kunden steht. Eine höhere Ermüdungsfestigkeit kann eine längere Lebensdauer bedeuten. Geradere Bohrlöcher können die Bohrqualität verbessern. Geringerer Verschleiß kann die Bohrkosten langfristig senken.

Ein stärkeres Profil

Die Entwicklungsarbeit begann im Jahr 2016, als das Patent für Sandvik Alpha 330 kurz vor dem Ablauf stand. Die Aufgabe bestand nicht einfach darin, ein erfolgreiches Produkt zu ersetzen, sondern ein leistungsfähigeres zu entwickeln – und das zu einer Zeit, in der erwartet wurde, dass kostengünstige Wettbewerber sich dem bestehenden Design annähern würden.

Nach mehreren Jahren der Entwicklung gelang 2020 der Durchbruch.

„Nach einer schlaflosen Nacht, in der ich über den Zusammenhang zwischen Gewindesteigung, Flankenwinkeln und Profil nachdachte, kam mir die Idee für Sandvik Alpha 340“, sagt Hammargren.

Die Lösung war ein speziell entwickeltes asymmetrisches Gewindeprofil. Beim Top-Hammer-Bohren ist die Ermüdungsfestigkeit entscheidend, da Defekte oft dort entstehen, wo sich die Spannung im Gewinde konzentriert. Das neue Design verlagert diese Spannungskonzentration weg von der Anziehflanke – dem Bereich, in dem viele Defekte ihren Ursprung haben.

„Die Herausforderung besteht darin, die Ermüdungsfestigkeit zu optimieren“, sagt Hammargren. „Dieses speziell entwickelte asymmetrische Gewindeprofil ermöglicht es uns, die Spannungskonzentration von der Anziehflanke weg zu verlagern, wo die meisten Ausfälle ihren Ursprung haben, und es hat zudem die Lebensdauer des Gewindes verlängert.“

Vom technischen Detail zum Kundennutzen

Die Leistungssteigerungen sind erheblich. Sandvik Alpha 340 bietet im Vergleich zu Systemen von Wettbewerbern eine um 40 bis 100 Prozent bessere Leistung. Kunden profitieren von Vorteilen hinsichtlich der Bohrlochgeradheit, der Lebensdauer und der Bohrkosten.

Die Resonanz am Markt ließ nicht lange auf sich warten. Seit der Markteinführung ist der Absatz des Systems um 700 Prozent gestiegen, und die Plattform hat bereits die Einführung von Sandvik Alpha 360 für Bohrlöcher von 48 bis 51 Millimetern ermöglicht.

Das verleiht dem System eine größere Bedeutung. Der Sandvik Alpha 340 ist nicht nur der Nachfolger eines etablierten Produkts. Er ist eine Plattform, die die Position von Sandvik im Bereich der Top-Hammer-Bohrtechnik stärkt und den Kunden den Weg zu effizienteren Untertagebetrieben ebnet.

Für Hammargren hat die Auszeichnung eine persönliche Bedeutung.

„Der Gewinn der Haglund-Medaille war für mich schon immer ein persönliches Ziel“, sagt er. „Es ist die höchste Auszeichnung, die man erhalten kann, wenn man bei Sandvik in der Produktentwicklung arbeitet.“

Diese Leistung spiegelt jahrelange technische Beharrlichkeit wider und eine Lösung, die auf einem tiefgreifenden technischen Verständnis der Funktionsweise von Bohrsystemen unter Druck basiert.

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