Die verborgene Technologie, die die Zukunft der Fertigung vorantreibt

Die Fertigungsindustrie tritt in eine neue Ära ein, in der Qualität nicht mehr erst am Ende des Produktionsprozesses überprüft wird, sondern in jeden einzelnen Schritt integriert ist. Laut Karolina Malyska, Vizepräsidentin für Produktstrategie und Innovation bei Metrologic DCS, ist die Messtechnik der Schlüssel zu diesem Wandel.
Episode 69
The Hidden Technology Driving the Future of Manufacturing
Die Messtechnik, die oft als Wissenschaft des Messens bezeichnet wird, spielt eine weitaus größere Rolle, als ihre Definition vermuten lässt. Malyska nennt sie „einen Validierungsmotor“, der die technischen Absichten mit den Ergebnissen in der Praxis verbindet und dazu beiträgt, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistung in allen Bereichen zu gewährleisten – von Flugzeugkomponenten über medizinische Implantate bis hin zur Automobilfertigung. Und in der intelligenten Fabrik geht ihre Rolle noch weiter: Die Messtechnik wird zum Nervensystem der Fabrik – sie erfasst, was in jeder Phase geschieht, leitet diese Informationen in Echtzeit weiter und ermöglicht es dem Prozess, sich selbst zu korrigieren, bevor auch nur ein einziges fehlerhaftes Teil produziert wird.
Da Hersteller mit steigenden Anforderungen an Produktivität, Nachhaltigkeit und Flexibilität konfrontiert sind, verlagern neue Technologien die Qualitätskontrolle in den Produktionsablauf selbst. Das Ergebnis sind weniger Ausschuss, weniger Fehler und eine intelligentere Nutzung von Ressourcen.
Im Zentrum dieses Wandels stehen digitale Zwillinge, KI und der „Digital Thread“: ein vernetzter Informationsfluss, der Konstruktion, Produktion und Prüfung miteinander verbindet. Gemeinsam schaffen sie eine lernfähige Fertigungsumgebung, in der Erkenntnisse Entscheidungen in Echtzeit verbessern können – und die den Weg für digitale Produktpässe ebnet, die die Instandhaltung vorausschauend, Rückrufe zielgenau und die Kreislaufwirtschaft vertrauenswürdig machen.
Für Malyska ist der eigentliche Durchbruch nicht eine einzelne Technologie, sondern die Integration. Auf die Frage, welche Technologie die Fertigung am stärksten verändern wird, ist ihre Antwort eindeutig: „Es ist nicht die Technologie, es ist die Vernetzung. Ich glaube, alles ist bereits vorhanden. Wir müssen nur noch die Punkte miteinander verbinden.“
Die Automatisierung wird Fabriken weiterhin neu gestalten, aber in der Zukunft geht es nicht darum, Menschen zu ersetzen. Die Technologie übernimmt die sich wiederholenden Arbeitsschritte, sodass sich die Menschen auf Analyse, Beurteilung und Verbesserung konzentrieren können – während Menschen weiterhin für sicherheitskritische Entscheidungen verantwortlich bleiben.
Ihre Prognose für die Fabrik des Jahres 2040 lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Lernen. Fabriken werden nicht einfach nur Produkte herstellen. Sie werden Wissen generieren, das zu besserem Design, intelligenterer Wartung und nachhaltigerer Fertigung führt.
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