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Barrieren überwinden, Herausforderungen annehmen

Als Kind hörte Eunice Rodriguez den Geschichten ihres Großvaters über das Leben im Bergbau zu. Heute schreibt sie als Servicetechnikerin bei Sandvik in Mexiko ihre eigene Geschichte – sie setzt auf neue Technologien, baut ihre Fähigkeiten aus und inspiriert andere Frauen dazu, eine Karriere im Bergbau einzuschlagen.

Das erste Mal, als Eunice Rodriguez erkannte, dass sie nun wirklich Servicetechnikerin geworden war, war weder an ihrem ersten Tag in einem Bergwerk noch bei ihrer ersten Arbeit an einer Maschine.

Ich hatte das Gefühl, wirklich eine Servicetechnikerin geworden zu sein, als mich eine Störung nicht mehr vor der Herausforderung zurückschrecken ließ

„Ich hatte das Gefühl, wirklich eine Servicetechnikerin geworden zu sein, als ich bei einer Störung keine Angst mehr vor der Herausforderung hatte“, sagt sie. „Ich hatte begonnen, die Funktionsweise der Maschine zu verstehen, und wusste, wo ich nach dem Problem suchen musste.“

Ein Ratschlag, den sie zu Beginn ihrer Karriere erhielt, ist ihr bis heute im Gedächtnis geblieben: Hab keine Angst, Fragen zu stellen.

„Einer meiner ersten Mentoren sagte mir, dass es mich nicht zu einer guten Technikerin machen würde, wenn ich mich schäme oder Angst habe, Fragen zu stellen“, sagt sie. „Fragen zu stellen ist kein Zeichen von Unwissenheit. Es zeugt von einem starken Wunsch, zu lernen und die Dinge richtig zu machen.“

Für Rodriguez bedeutet „die Dinge richtig machen“ auch, der Sicherheit oberste Priorität einzuräumen. Bevor Wartungsarbeiten beginnen, ist es unerlässlich, den Zustand zu überprüfen, Sicherheitsvorschriften zu befolgen und sicherzustellen, dass das Team die Arbeit sicher ausführen kann. Letztendlich ist es das Wichtigste, dass alle sicher nach Hause kommen.

Eine früh begonnene Verbindung zum Bergbau

Eunice Rodriguez’ Verbindung zum Bergbau begann schon lange, bevor sie selbst einen Stollen betrat.

Ihr Großvater verbrachte einen Großteil seines Arbeitslebens in dieser Branche und erzählte ihr und ihren Cousins Geschichten über Abbauprozesse, die Herausforderungen der Arbeit unter Tage und die Leidenschaft, die er für seine Arbeit empfand.

Diese Geschichten weckten ihre Neugier.

Obwohl sie Industrielle Instandhaltung studierte, entschied sich Rodriguez schließlich für eine Karriere im Bergbau. Ihre Reise bei Sandvik begann auf einer Jobmesse, wo sie zum ersten Mal von dem Unternehmen erfuhr und eine Chance sah, sich beruflich weiterzuentwickeln.

Vier Jahre nach ihrem Einstieg über das „Technical Development Program“ arbeitet sie nun als Servicetechnikerin in Mexiko und wartet Anlagen, die eine wichtige Rolle im Bergbaubetrieb der Kunden spielen.

Als Rodriguez jedoch zum ersten Mal ein Bergwerk betrat, entdeckte sie eine Umgebung, die sich stark von dem unterschied, was sie sich vorgestellt hatte.

„Was mich am meisten überrascht hat, war der technologische Stand, von den Prozessen bis hin zu den Einrichtungen“, sagt sie. „Unter Tage gibt es gut ausgestattete Werkstätten, Büros und sogar Internetzugang in weiten Teilen des Bergwerks.“

Eine sich wandelnde Rolle

Ein moderner Servicetechniker zu sein, bedeutet weit mehr als nur traditionelle mechanische Arbeit.

„Die Ausbildung bereitet einen gut auf die klassische Mechanik vor, aber fortschrittliche Software, Automatisierungssysteme und elektronische Diagnostik machen den modernen Techniker zu einem Hightech-Spezialisten und nicht mehr nur zu jemandem, der mit Handwerkzeugen arbeitet“, sagt sie.

Sie hat diesen Wandel hautnah miterlebt – unter anderem durch Technologien wie die AutoMine®-Automatisierungsplattform, die den ferngesteuerten oder autonomen Betrieb von Bergbaumaschinen ermöglicht.

Digitale Lösungen verändern auch die Instandhaltung. Anlagendaten können dabei helfen, Leistungsänderungen zu erkennen und die Instandhaltung zu planen, bevor Probleme zu ungeplanten Ausfallzeiten führen.

Für Rodriguez bieten diese Technologien neue Möglichkeiten, Maschinen zu verstehen, die Diagnose zu verbessern und Kunden dabei zu helfen, die Verfügbarkeit ihrer Maschinen zu maximieren.

Während die Technologie ihren Beruf verändert, hat Rodriguez entdeckt, dass ihre Arbeit auch auf andere Weise etwas bewirken kann – indem sie andere Frauen dazu inspiriert, eine Karriere im Bergbau einzuschlagen.

Den Weg ebnen

Zu den Momenten, auf die Rodriguez besonders stolz ist, gehören jene, in denen andere Frauen im Bergwerk auf sie zugekommen sind, um mit ihr über ihre Arbeit zu sprechen.

„Sie sind begeistert, wenn sie sehen, dass eine Frau in diesem Bereich arbeiten kann“, sagt sie. „Es macht mich stolz zu wissen, dass meine Arbeit andere Frauen inspirieren und sie dazu bewegen kann, eine Karriere im Bergbau in Betracht zu ziehen.“

Es macht mich stolz zu wissen, dass meine Arbeit andere Frauen inspirieren und sie dazu bewegen kann, eine Karriere im Bergbau in Betracht zu ziehen.

Durch diese Begegnungen wurde ihr bewusst, dass ihre Arbeit Auswirkungen haben kann, die über die von ihr gewarteten Maschinen hinausgehen.

Für sie bedeutet es, in einem Wartungsumfeld Vertrauen zu gewinnen, durch Taten, technisches Wissen und Beständigkeit zu zeigen, dass fachliche Kompetenz nicht vom Geschlecht abhängt.

„Es bedeutet, Stereotypen in einem Umfeld zu durchbrechen, das historisch gesehen von Männern dominiert wurde, und durch die tägliche Arbeit echten Respekt aufzubauen“, sagt sie.

Außerhalb des Bergbaus interessiert sich Rodriguez für das Modeln und hat bereits an Modenschauen und Veranstaltungen teilgenommen. Außerdem treibt sie gerne Sport, verbringt Zeit mit ihrer Familie und genießt das Zusammensein mit ihrem Haustier.

Bereit für die nächsten Schritte

Mit Blick auf die nächsten fünf Jahre möchte Eunice Rodriguez ihre technischen Fähigkeiten weiter ausbauen und die Kompetenzen entwickeln, um immer komplexere Anlagenausfälle zu diagnostizieren und zu beheben.

Doch es gibt noch etwas anderes, das sie hinterlassen möchte.

Sie möchte als jemand in Erinnerung bleiben, die dazu beigetragen hat, Barrieren zu überwinden und den Weg für zukünftige Generationen von Frauen im Bergbau geebnet hat.

Vor Jahren inspirierten sie die Geschichten ihres Großvaters dazu, eine Karriere im Bergbau anzustreben. Heute gestaltet Rodriguez ihre eigene Zukunft in einer zunehmend digitalen und automatisierten Branche – und hofft, eine neue Generation von Frauen dazu zu inspirieren, in ihre Fußstapfen zu treten.

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