Verbesserung der Lebensbedingungen in Tansania
Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Bildung sind Schwerpunktbereiche, die von „Ingenieure ohne Grenzen“ Schweden vorangetrieben. Als Hauptpartner von EWB-SWE trägt Sandvik zur Entwicklung ländlicher Gebiete in Tansania bei.
EWB-SWE ist an 20 internationalen Projekten in Ländern mit niedrigem Einkommen beteiligt. Eines der größten ist die Zusammenarbeit mit dem Mavuno-Projekt, einer lokalen Nichtregierungsorganisation in Tansania.
„Mavuno setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen in Karagwe und Kyerwa in Tansania ein. Die Organisation genießt sowohl bei den Einwohnern als auch bei staatlichen Institutionen großes Vertrauen und kann sicherstellen, dass die von uns geförderten infrastrukturellen Verbesserungen zu Fortschritten in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Gleichstellung der Geschlechter und Armutsbekämpfung führen“, sagt Marlene Rosendal, Leiterin der internationalen Projekte bei EWB-SWE.
Mavuno setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen in Karagwe und Kyerwa in Tansania ein

EWB-SWE hat beispielsweise eine Lösung entwickelt, um Wasser zu pumpen und die Dörfer in der Region mit Frischwasser zu versorgen, wovon täglich etwa 5.000 Menschen profitieren. Regenwasser wird in einem großen Tank gesammelt, und dank einer technischen Lösung zur Filterung und Aufbereitung des Wassers werden nun die Schulen in der Region mit Frischwasser versorgt.
„Jetzt müssen die Menschen keine langen Wege mehr zurücklegen, um Wasser zu holen“, sagt Charles Bahati, Leiter des Mavuno-Projekts. „Außerdem verringert sich dadurch das Risiko von verunreinigtem Wasser und Krankheiten.“
Das Projekt hat laut Janester Lwisa, Schulleiterin der Rukole-Grundschule, sowohl den Kindern als auch den Lehrern geholfen. „Früher mussten sie lange Strecken zurücklegen, um Wasser zu holen, anstatt sich auf den Unterricht vorzubereiten. Jetzt erzielen sie gute Leistungen im Unterricht.“

Bildung ist für die Entwicklung in ländlichen Gebieten unerlässlich. An der Mavuno Modal Girl’s Secondary School liegt der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und darauf, den Mädchen bessere Bedingungen in der Schule zu bieten. Es wurden Komposttoiletten gebaut, um den Wasserbedarf zu senken und Biogas sowie Dünger für die Landwirtschaft zu gewinnen.
„Die getrennten Toiletten sorgen zudem für mehr Sicherheit und Privatsphäre. Manchmal gehen die Mädchen nicht zur Schule, wenn sie ihre Periode haben“, sagt Charles Bahati.
Die Schulen leiden zudem unter einem Mangel an Computern. Dank des Programms „Computer für die Schule“ verfügt die Schule nun über einen Raum mit Computern und Internetzugang.
Das Mavuno-Projekt setzt zudem auf nachhaltige Lösungen, wie die Einführung von Biogas oder die Installation von Solarmodulen.
„Trotz großer Erfolge sind die Bedürfnisse nach grundlegenden Versorgungsleistungen in Karagwe und Kyerwa noch nicht gedeckt. Wir können deutlich sehen, wie unser technisches Fachwissen und unsere Ingenieurprojekte die Lebensbedingungen weiter verbessern, und wir arbeiten derzeit gemeinsam mit Mavuno an einer Strategie, um unsere Bemühungen auszuweiten“, sagt Marlene Rosendal.
Ingenieure ohne Grenzen Schweden
Ingenieure ohne Grenzen Schweden ist eine auf Freiwilligen basierende, werteorientierte Organisation, die sich den Herausforderungen im Zusammenhang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen widmet und dadurch eine langfristige Wirkung erzielt. EWB-SWE ist bestrebt, Menschen zu engagieren, zu inspirieren und zu vereinen, um durch humanitäres Ingenieurwesen nachhaltige Gemeinschaften aufzubauen. Auf internationaler Ebene mobilisiert EWB-SWE technisches Fachwissen, um Herausforderungen im Zusammenhang mit Ungleichheit und globaler Entwicklung zu lösen. In Schweden stärkt die Organisation die Ingenieurgemeinschaft, um zu einer nachhaltigen und integrativen Gesellschaft beizutragen. Seit 2017 ist Sandvik der Hauptpartner von Engineers Without Borders Sweden.